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Rezensionen
des TAK-Buches
dpa-Feature: 15. September 1997
t-online-Magazin "com" 10/97
COMPUTER
@ CO: Magazin der
SZ
Tagesspiegel: 19. September 1997
Schweriner Volkszeitung
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-
- dpa-Feature
über das Buch
- "Das
Transatlantische Klassenzimmer"
- (15.
September 1997)
Quelle=dpa;
Jahr=1997; Quartal=3; Monat=Sep; Tag=15;
Ressort=Vermischtes; Typ=Text;
bdt0029 5 vm 548 dpa 0002
Bildung/Schule/Internet/KORR/
»Das
Transatlantische Klassenzimmer«:
Internet
im Schulunterricht
Von Martin Trautmann, dpa
(Feature - 63 Zeilen)
Hamburg (dpa) - E-Mail, Homepage und World Wide
Web - die Fachbegriffe rund um das
weltumspannende Computernetz Internet sind aus
der Informationsgesellschaft nicht mehr
wegzudenken. Wirtschaftsexperten sprechen vom
Wachstumsmarkt der Zukunft, und wer technisch auf
dem neusten Stand sein will, sieht ohne
Internet-Zugang »alt« aus. Auch im
Schulunterricht hat das Medium mittlerweile
Einzug gehalten.
Über die Erfahrungen und Probleme mit E-Mail und
Modem im Schulalltag berichtet das nun
erschienene Buch »Das Transatlantische
Klassenzimmer: Tips und Ideen für
Online-Projekte in der Schule« (Hrsg. von
Reinhard Donath und Ingrid Volkmer; Edition
Körber- Stiftung; DM 29,-). Die gemeinnützige
Körber-Stiftung in Hamburg unterstützt den
Dialog zwischen US-amerikanischen und deutschen
Schulen seit dem Februar 1995 im Rahmen des
Projekts »Das Transatlantische Klassenzimmer«.
Dabei wurden unter anderem Themen wie »Teenage
Life«, »School Rules« oder »8. Mai 1945«
diskutiert. In der Veröffentlichung werden
Erfahrungsberichte, Konzepte, didaktische
Hinweise und E-Mail-Diskussionen als gelungene
Textsammlung zusammengefaßt.
Problemlos, so die Erfahrung, läßt sich die
Arbeit mit dem Internet und eine
Gruppendiskussion zwischen Schulen per
elektronischer Post nicht in den Unterricht
integrieren. Mal kommt zuviel, mal zuwenig Post -
Lehrer müssen schnell und flexibel auf fehlende
Texte reagieren. »Sie müssen lernen, mit den
Unwägbarkeiten, dem Unvorhersehbaren und der
Komplexität umzugehen, die das mit Lerngruppen
aus anderen Kulturen vernetzte Klassenzimmer mit
sich bringt«, schreibt Michael K. Legutke,
Professor für die Didaktik an der Universität
Gießen. Denn Beiträge können auch ohne Gehalt
sein, oder aber die Sprachkenntnisse reichen für
eine qualifizierte Diskussion nicht aus.
Gruppenarbeit sei gerade außerhalb des
Klassenverbandes nicht immer möglich oder
erwünscht.
Aber auch viele Lehrer betrachten den
Online-Unterricht mit
argwöhnischen Augen: So habe eine überalterte
Lehrerschaft Vorurteile gegenüber dem neuen
Online-Medium oder aber sie empfanden die
Auseinandersetzung mit Sprache und Technik als zu
zeitaufwendig.
Amerikanische Lehrer hingegen würden sich durch
die Arbeit mit dem Computer ihren Kollegen an
wissenschaftlichen Hochschulen ebenbürtig
fühlen, lautete die Beobachtung eines
amerikanischen Dozenten. Sicher scheint jedoch,
daß sich mit der Integration des Internets in
den Unterricht die Lehrerrolle verändert: Als
»Coach« müsse er die Internet-Nutzung anregen
und kontinuierlich begleiten, als Moderator
zwischen den Diskussionsbeiträgen vermitteln.
Trotz etlicher kritischer Anmerkungen scheinen
die positiven Erfahrungen mit dem
Online-Unterricht zu überwiegen. Die Nutzung des
Internets fördere das Verständnis für das
Fremde. Die »reale Kommunikationssituation« per
Elektropost mit einem Muttersprachler motiviere
beim Sprachenlernen, wobei die Schüler durch die
»Spontanität, Flüchtigkeit und
Umgangssprachlickeit« der E-Mail-Texte mit einem
Wortschatz vertraut würden, den das Schulbuch
nicht biete. Autonomes, projektorientiertes,
aktives und interkulturelles Lernen sowie die
Nutzung von Kommunikations- und
Informationstechnologien werde sinnvoll
gefördert. Auch Korrekturen in den Texten
würden von Schülern ernster genommen, da sie ja
nun tatsächlich für eine Leserschaft schrieben.
Und schließlich sei »das Ungewisse« als eines
der wichtigsten Elemente der menschlichen
Kommunikation auf einmal im Unterricht vorhanden.
Mancher Pädagoge geht bereits einen Schritt
weiter und sieht das Internet nicht nur als
Kommunikationsmittel, sondern auch als
Informations- und Selbstdarstellungsmedium. So
könnten Texte für den Englischunterricht aus
dem Web gezogen werden oder auch die Schule nach
Außen präsentiert werden. Doch die klassische
Methoden und Unterrichtsmittel werden auch in
Zukunft nicht gänzlich verschwinden: »Ein Buch
hat potentiell eben doch ein längeres Leben als
elektronische Post!«, weiß auch
Diskussionsgruppen-Moderatorin, Kerstin Otto.
(Kontakt:
Körber-Stiftung, Das Transatlantische
Klassenzimmer, 21027
Hamburg, Tel. 040-7250-3867)
dpa mt cd kö
150430 Sep 97
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Stichwort=Bildung; Stichwort=Schule;
Stichwort=Internet; Stichwort=KORR;
Ort=Hamburg; Autor=dpa; Autor=mt; Autor=cd;
Autor=kö; Ressort=vm;
Dienst=bdt; Dienst=bdt29; Dienst=bdt0029;
Nummer=2; Nummer=0002;
Datum=15.09.1997; Monat=9; Stunde=4; Minute=30;
Prio=5; Art=Agentur;

t-online-Magazin
"com", Ausgabe 10/97:
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Buchtip
Online-Tips fuer Lehrer
An Pädagogen wendet sich "Das
transatlantische Klassenzimmer".
Herausgeber ist neben Ingrid Volkmer der
Online-Pionier an Deutschlands Schulen:
Reinhard Donath. Der engagierte
Englischlehrer vom Gymnasium Ulricianum
in Aurich war einer der ersten, der seine
Schüler mit einem eMail-Projekt fuer die
englische Sprache begeisterte.
Wer mit seinen Schülern Ähnliches
vorhat, findet jetzt in diesem
Ratgeber viele Anregungen für die
Planung und Organisation des
Online-Unterrichts - sei es für
Sozialkunde, Geschichte, Erdkunde,
Politik oder Englisch. Das Buch ist eine
Mischung aus
Erfahrungsberichten, didaktischen
Hinweisen und Beispielen. Ein Glossar
erklärt die Fachbegriffe, eine
Checkliste hilft bei der konkreten
Unterrichtsvorbereitung. Die Adresse des
"Transatlantischen
Klassenzimmers" im Web lautet www.stiftung.koerber.de/tak "Das Transatlantische
Klassenzimmer - Tips und Ideen für
Online-Projekte in der Schule".
Herausgeber Reinhard Donath und Ingrid
Volkmer. 477 Seiten. ISBN 3-89648-002-9.
29 Mark. Per eMail zu beziehen bei der
Edition Koerber-Stiftung über edition@stiftung.koerber.de
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COMPUTER @ CO: Magazin der SZ 12/97
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