Chor NEUE TÖNE Aurich

 

Fotos aus Oldenburg

 

 

 

 

 

 

 

 

Chor NEUE TÖNE

 

Bericht über das ZivilCHORagekonzert vom 21.06.2002 in der Oldenburger Lambertikirche

 Liebe ZivilCHORagierten!

Das zweite Oldenburger Konzert der ZivilCHORage in der Lambertikirche liegt nun schon zwei Monate zurück, und da wird es wirklich allerhöchste Zeit für einen kurzen Bericht.

 Nach der ersten Begeisterung für das Konzertprojekt im Gospelchor kam bei mir als Organisator recht schnell Ernüchterung auf: Zwar war es möglich, die vielgebuchte Lambertikirche (zentrale Kirche Oldenburgs) ein zweites Mal in diesem Jahr für die ZivilCHORage ohne Kosten zu bekommen; der einzig mögliche Termin vor Semsterende (und da hört der Gospelchor der ESG Oldenburg nun einmal immer auf, zu singen) war jedoch der 21.06., und da waren Sommmerferien! Als dann Neue Töne (Aurich) und Roter Akkord (Osnabrück) auch für diesen Termin zugesagt hatten, war klar: Das Konzert wird stattfinden. Später kam dann noch die Klezmer Gruppe BALAGAN die sich aus Oldenburger MusikstudentInnen zusammensetzt) mit in´s Boot. Die Mischung stimmte also.

Beide Oldenburger Gruppen einigten sich schließlich darauf, mit diesem Konzert den AK Friedenswoche zu unterstützen. Die Arbeitsschwerpunkte des Friedenskreises bestehen in der Vorbereitung des Ostermarsches, Hiroshima - Gedenken, Erinnerung an den Weg der Juden durch Oldenburg 1938, jährliche Friedensdekade, Ausstellung WIDER DEN KRIEG, Schweigekreis. Zusammen mit anderen Friedensaktivisten in Oldenburg bildet der Arbeitskreis Friedenswoche das Bündnis für den Frieden. Werbung wurde intensiv betrieben (dank an Ute für Tips und Hinweise betreff Presse und Litfaßsäulen); hervorzuheben ist vielleicht ein ausführlicher und angemessener Bericht im Rundfunk (ffn).

 

Beide Gruppen aus Oldenburg sind öfter hier und im Umland bei freiem Eintritt zu hören, und das machte sich neben dem Termin auch in der Zuschauerzahl bemerkbar. Immerhin kamen dann mit etwa 120 Leuten (strömten wäre stark übertrieben...) doch mehr als befürchtet (und weit weniger als erhofft) in das Konzert. Und die bekamen ein abwechslungsreiches, spannendes, engagiertes und in dieser Art selten präsentiertes Programm zu hören:

 

Neue Töne Aurich

1. Das Lied von der Moldau(M: Hanns Eisler/T. Brecht)
2. Kälbermarsch (Eisler/Brecht)
3. Verfassungslied (Lok Kreuzberg)
4. Solidaritätslied (Eisler/Brecht)
5. Der Graben (Eisler/Tucholsky)
6.Einigkeit und Recht und Freiheit (Eisler/Tucholsky)
7. Feldfrüchte (Eisler/Tucholsky)
8. Das Lied vom Kompromiss (Eisler/Tucholsky)
9. Kinderhymne (Eisler/Brecht)
10. Friedenslied (Eisler/Brecht)
11. Nach dieser Erde (= Kanon: By the rivers of Babylon)

 

Somlandela (Freedom-Song mit Publikum)

BALAGAN

Shpilshe mir a lidele in Jiddisch (trad.; Arr.: BALAGAN)
Jowano Jowanke (trad.; Arr.: BALAGAN)

Tsen brider (trad.; Arr.: BALAGAN)
Bulgar (trad.; Arr.: BALAGAN)
Mazeltov (trad.; Arr.: BALAGAN)

Roter Akkord

Grandola, vila morena; Text und Musik: José Alonso, dt Fassung: Franz-Josef Degenhardt.
Nach dieser Erde, Text Gerd Kern, Musik: Don Mc Lean;
Lied von der friedlichen Welt Text und Musik Hartmut König
El pueblo unido jamas será vencido Text und Musik: Sergio Ortega;
Hevenu Shalom alechem Israel, dt Text und Satz: G. Deutschmann;
Somewhere Musik L.Bernstein Text: S.Sandheim
Sklave wer wird dich befreien" B.Brecht

 

Gospelchor der ESG Oldenburg

Three Songs of Nature: Wonderful World/The forest/River running free (J. Estes)

Steal away (Michael Tippett)

I want to go to Heaven (Joszef Karai)

Hare !Khub di (trad., Nama-Damara Song, Namibia)

Kaana Kameme (trad., Ovambo-Song, Namibia)

O Kini, Kini (trad., Herero-Song, Namibia)

 Dank der Osnabrücker Transis (!) und des buntgemischten Publikums kam „sakrale Atmosphäre“ höchstens dann ein bißchen auf, als sie es auch wirklich sollte...

Nach dem Konzert saßen, trotz weiterer An- und Abreise, doch noch etliche SängerInnen im Garten der ESG zusammen, um sich zu stärken und ein wenig auszutauschen.

Weil die Stadt die Litfaßplakatierung und die ESG Oldenburg die Plakate und Programme gesponsort hatten, ist abzüglich der GEMA-Gebühren noch ein Betrag von € 625,- übriggeblieben, der dem AK Friedenswoche zukommen wird. Im Nachhinein wurde das Konzert in der arg stromlinienförmigen Presse Oldenburgs ignoriert (da half auch keine Bitte um eine Rezension).

Einwände, Ergänzungen, Nachfragen usw. bitte an: Jan Henning Müller (0441/5700176; jhmuell@gmx.de)

 

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zuletzt geändert: 22.08.02 19:48:15
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