Chor NEUE TÖNE Aurich

10 Jahre NEUE TÖNE
"...und kein bißchen leise!" 16. 11. 97
Einladung zum Chöre-Konzert
mitwirkende Chöre
Programm der NEUEN TÖNE
Presseartikel & Fotos

Statt Palmen lieber ein blondes Kind

Chöre-Konzert kommt beim Publikum gut an/Zehnjähriges Bestehen der "Neuen Töne"

von Stefan Ulrichs

Aurich. "Ich fühle mich wie aufgespießt. Dieses Kribbeln läßt mich nicht los." Liebe? Oder gar ein Lottogewinn? Keines von beiden. Der Chorwurm aus Emden singt über das, was wohl jeder Künstler an diesem Abend verspürt: Lampenfieber.

Ein starker Auftakt für das Chöre-Konzert und die Fete in der Auricher Stadthalle. Gleich vier Chöre bringen den "Neuen Tönen" aus Aurich zum zehnten Geburtstag ein paar Ständchen aus ihren Repertoires. Und das kann sich beim "Chorwurm" sehen lassen. Die Sänger bringen bekannte Titel wie "Route 66", "Yellow Submarine" bis hin zu Stücken aus dem Film "Sister Act". Dabei gelingt es dem Chor gut, die Solo-Titel in Chorstücke umzusetzen.

An dieses Level kommt "Take Jazz" nicht heran. Dem jungen Chor fehlen kräftige Stimmen. Mancher Ton geht bei "Dream Away" daneben. Ein gutes und interessantes Zusammenspiel gibt es, als sie von ihren Norder Kollegen "Da Capo" unterstützt werden. Mit einer sehr guten Stimme fällt hier der Solist Matthias eindeutig heraus.

Kräftig klatschen, trampeln und peifen die Zuschauer in der proppevollen Halle nach dem swingenden Auftakt von "Coro Piccolo". Zu recht. Deren Repertoire ist vielseitig, die Stimmen voll. Es gibt keinen, der bei der Parodie auf die "Capri-Fischer" nicht lachen muß. Ganz still wird es dagegen, als die Wilhelmshavener eine Ballade singen: "Nothing’s gonna change my love for you".

Dann wird es dunkel. An einem Draht kommt ein Mond von der Decke. Bäume, Hasen und Rehe aus Pappe werden auf die Bühne gestellt. Für die "Neuen Töne". Die bieten den Zuschauern kabarettistische Einlagen vom feinsten. Deutsche Volkslieder gehören dazu. "Wir sind Bergvagabunden, die statt Palmen ein blondes Kind mögen." Was sonst? Nur daß die Texte mancher Volkslieder völlig anders klingen. Aus dem "guten Mond, der so stille geht" wird eine Geschichte um den guten Mann. Doch der kommt dabei nicht so gut weg. Die Zuschauer verstehen die Ironie, lachen über die Darstellung der Werte, die vor mehr als fünfzig Jahren noch unantastbar waren.

Ostfriesen Zeitung – 17. 11. 1997 & Ostfriesische Nachrichten 18. 11. 1997

Tosenden Applaus ernteten die "Neuen Töne" während des Chöre-Konzerts vom Auricher Publikum. In ihrem Showteil nahmen sie unter anderem den "deutschen Mann" und die Heimatverbundenheit der Deutschen auf's Korn

 

 

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© Chor NEUE TÖNE Aurich 1998- Stand: 11-06-99