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AM SYNAGOGENPLATZ / 19.00 Uhr
1. Begrüßung und Anlass: P. Ehrenbrink
2. Chor "Neue
Töne": Schpil she mir a tango
3. Bericht Planung neue Stele: P. Uthoff
4. Was mir wichtig ist: Steinbildhauer Clemenz Weber
5. Der 9.11.1938 und unsere Verantwortung für die Zukunft:
Freitag, DIG
6. Chor "Neue
Töne": Ess brent
7. Kurzansprache zur Bedeutung für Aurich: Bgm. Windhorst
8. Chor "Neue
Töne": Mir lebn ejbig
9. Einladung zur Kranzniederlegung an der Kirchstraße: P.
Ehrenbrink:
Kerzen bitte mitnehmen
10. Kranzträger: P. Schröder-Ellies, Lübbers (DIG): gehen voran
AN DER KIRCHSTR. / 19.30 Uhr:
11. Kranz aufhängen - Stille
12. Einleitungswort: P. Ehrenbrink: Kranz angebracht an ehem.
jüd.
Volksschule zwischen Syn. und Kirche. Wir hören auf
Weisung von AT und NT:
13. Lesung 5.Mose/Deuteronomium 6, 4-9 Das "Sch'ma Jisrael":
EfG
Markus 12, 28-31 Jesus und das höchste Gebot: FeG
14. Einladung zur Lesung von Ruth Weiss und den "Neuen
Tönen": P. Uthoff
REFORMIERTE KIRCHE / 19.45 Uhr:
1. Begrüßung und Vorstellung von Ruth Weiss: P. Uthoff
2. "Neue Töne":
Kinderjorn
3. Lesung 1 R.Weiss
4. "Neue Töne":
Tumbalalaika
5. Lesung 2 R.Weiss
6. "Neue Töne":
Oj dortn
7. Lesung 3 R.Weiss
8. "Neue Töne":
Baj mir bisstu schejn
9. Spendenbitte Ausgang: Stele und Veranstaltungskosten
Dank: Freitag (DIG)
Über Ruth Weiss:
Ich
weiss, dass sich Frau Weiss mit der Vertreibung ihrer Familie, aber
immer wieder vor allem aber mit dem Rassismus in Südafrika, gegen
den sie selbst gekämpft hat, auseinandergesetzt hat.
Deshalb möchte ich "Baj mir bisstu schejn" mit dem
südafrikanischen "Senzenina" (Was haben wir getan? Unsere
Sünde ist, dass wir schwarz sind!) koppeln. Das mag vielleicht
ungewöhnlich sein. Ich halte es aber angesichts der Aussage der
beiden Lieder, der Biografie von Frau Weiss und der Geschichte
unseres Chor-Repertoires für sehr passend. Ich verweise auf die
aufschlussreiche Besprechung von Nadime Gordimer zu Wege im
harten Gras. Erinnerungen an Deutschland, Südafrika und England.
1994, Peter Hammer Verlag GmbH, Wuppertal:
http://www.dtv.de/_autorenseiten/weiss/gordimer.cfm
Hier ein Zitat:
Ende 1992 gestattete die südafrikanische Regierung Ruth Weiss die
Einreise nach Südafrika, und dies im Zusammenhang mit einer
Mission, die deutlich zeigt, wie das Apartheid-Regime bröckelt. Sie
kam als Mitglied einer Kommission des Weltkirchenrates, um die in
den von Schwarzen bewohnten Gebieten herrschende, politisch
motivierte Gewalt zu beobachten. Das Mädchen, das einst dem Ghetto
entkommen war, kehrte zurück, um für ein paar Wochen in den
riesigen Schwarzenghettos zu leben, die die Apartheid geschaffen
hatte. Nach dieser Erfahrung verbrachte sie ein paar Tage bei mir,
schwer betroffen von dem, was sie an Verzweiflung und Leiden im
Leben der Menschen erlebt hatte. Einmal schrieb sie: "...
ungeachtet dessen, was einen bestimmten Vorfall auslösen mag, es
gibt nur einen einzigen ursächlichen Grund: Apartheid. Ihr Erbe an
Armut, Entbehrung und Misstrauen, die vernichtenden Auswirkungen auf
die Wirtschaft - all dies wird zumindest für eine Generation
Südafrika und sein Hinterland prägen."
Es wird deutlich, wie alle diese Dinge, die sich in manchen
Biografien aus gespenstische Weisen kreuzen, zusammenhängen.
Weitere Informationen zu ihrer Biografie:
http://www.dtv.de/_autorenseiten/weiss/biographie.cfm
Wir können uns auf einen interessanten und aufschlussreichen
Arbeiten mit Frau Weiß, deren Großvater aus Aurich stammt,
einstellen. Ich freue mich schon sehr!
Heinrich Herlyn, Oktober 2007
<c> Foto: dtv mehr
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