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 Vorbericht Ostfriesen Zeitung 10. März 2007

Konzertbericht Ostfriesen Zeitung 20. März 2007 [Aurich]

Konzertbericht Ostfriesen Zeitung 17. April 2007 [Emden]

 

 

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Gedenken zum 9. November 1938 - 2007


Veranstaltung am Auricher Synagogenplatz um 19.00 Uhr,  an der Kirchstraße am 19.30 Uhr und in der Reformierten Kirche um 19.45 Uhr. Dort Lesung mit Ruth Weiss   mehr

AM SYNAGOGENPLATZ / 19.00 Uhr 

1. Begrüßung und Anlass: P. Ehrenbrink

2. Chor "Neue Töne": Schpil she mir a tango

3. Bericht Planung neue Stele: P. Uthoff

4. Was mir wichtig ist: Steinbildhauer Clemenz Weber

5. Der 9.11.1938 und unsere Verantwortung für die Zukunft: Freitag, DIG

6. Chor "Neue Töne": Ess brent

7. Kurzansprache zur Bedeutung für Aurich: Bgm. Windhorst

8. Chor "Neue Töne": Mir lebn ejbig

9. Einladung zur Kranzniederlegung an der Kirchstraße: P. Ehrenbrink:
Kerzen bitte mitnehmen

10. Kranzträger: P. Schröder-Ellies, Lübbers (DIG): gehen voran


AN DER KIRCHSTR. / 19.30 Uhr:

11. Kranz aufhängen - Stille

12. Einleitungswort: P. Ehrenbrink: Kranz angebracht an ehem. jüd.
Volksschule zwischen Syn. und Kirche. Wir hören auf
Weisung von AT und NT:

13. Lesung 5.Mose/Deuteronomium 6, 4-9 Das "Sch'ma Jisrael": EfG
Markus 12, 28-31 Jesus und das höchste Gebot: FeG

14. Einladung zur Lesung von Ruth Weiss und den "Neuen Tönen": P. Uthoff

REFORMIERTE KIRCHE / 19.45 Uhr:

1. Begrüßung und Vorstellung von Ruth Weiss: P. Uthoff
2. "Neue Töne": Kinderjorn
3. Lesung 1 R.Weiss
4. "Neue Töne": Tumbalalaika
5. Lesung 2 R.Weiss
6. "Neue Töne": Oj dortn
7. Lesung 3 R.Weiss
8. "Neue Töne": Baj mir bisstu schejn
9. Spendenbitte Ausgang: Stele und Veranstaltungskosten
Dank: Freitag (DIG)


Über Ruth Weiss:

Ruth Weiss <c> dtvIch weiss, dass sich Frau Weiss mit der Vertreibung ihrer Familie, aber immer wieder vor allem aber mit dem Rassismus in Südafrika, gegen den sie selbst gekämpft hat, auseinandergesetzt hat.
Deshalb möchte ich "Baj mir bisstu schejn" mit dem südafrikanischen "Senzenina" (Was haben wir getan? Unsere Sünde ist, dass wir schwarz sind!) koppeln. Das mag vielleicht ungewöhnlich sein. Ich halte es aber angesichts der Aussage der beiden Lieder, der Biografie von Frau Weiss und der Geschichte unseres Chor-Repertoires für sehr passend. Ich verweise auf die aufschlussreiche Besprechung von Nadime Gordimer zu Wege im harten Gras. Erinnerungen an Deutschland, Südafrika und England. 1994, Peter Hammer Verlag GmbH, Wuppertal: 
http://www.dtv.de/_autorenseiten/weiss/gordimer.cfm 

Hier ein Zitat:

Ende 1992 gestattete die südafrikanische Regierung Ruth Weiss die Einreise nach Südafrika, und dies im Zusammenhang mit einer Mission, die deutlich zeigt, wie das Apartheid-Regime bröckelt. Sie kam als Mitglied einer Kommission des Weltkirchenrates, um die in den von Schwarzen bewohnten Gebieten herrschende, politisch motivierte Gewalt zu beobachten. Das Mädchen, das einst dem Ghetto entkommen war, kehrte zurück, um für ein paar Wochen in den riesigen Schwarzenghettos zu leben, die die Apartheid geschaffen hatte. Nach dieser Erfahrung verbrachte sie ein paar Tage bei mir, schwer betroffen von dem, was sie an Verzweiflung und Leiden im Leben der Menschen erlebt hatte. Einmal schrieb sie: "... ungeachtet dessen, was einen bestimmten Vorfall auslösen mag, es gibt nur einen einzigen ursächlichen Grund: Apartheid. Ihr Erbe an Armut, Entbehrung und Misstrauen, die vernichtenden Auswirkungen auf die Wirtschaft - all dies wird zumindest für eine Generation Südafrika und sein Hinterland prägen."

Es wird deutlich, wie alle diese Dinge, die sich in manchen Biografien aus gespenstische Weisen kreuzen, zusammenhängen.
Weitere Informationen zu ihrer Biografie:

http://www.dtv.de/_autorenseiten/weiss/biographie.cfm 

Wir können uns auf einen interessanten und aufschlussreichen Arbeiten mit Frau Weiß, deren Großvater aus Aurich stammt, einstellen. Ich freue mich schon sehr!

Heinrich Herlyn, Oktober 2007

<c> Foto: dtv mehr

 

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