Leserbrief 24.04.07
Tango mortale - Halbe ON Berichterstattung
Als Leser der Lokal- und Regionalpresse bin ich
natürlich vor allem interessiert an Informationen aus dem
lokal-regionalen Bereich. Meine Erwartung: saubere,
möglichst vollständige Sachinformation. Das gilt für alle
Bereiche, ich will aber auf den Kulturbereich hinaus.
Ich bin Mitglied des Chores "Neue Töne". Wir
haben 18 Monate jiddische Lieder eingeübt, oft mehrmals
innerhalb einer Woche geprobt, können inzwischen alle Texte
auswendig, haben die Lieder zu einer Art - wie wir meinen -
eindrucksvollen, informativen und Emotionen nicht
ausweichenden Revue unter dem Titel "Tango
mortale" zusammengestellt.
Trotz publikumsträchtiger Konkurrenzveranstaltungen
fanden am 17. März , dem Premiereabend, erstaunlicherweise
noch 300 Leute den Weg in die Lambertikirche. Durch einen
sachkundigen, gut zu lesenden, angemessen ausführlichen
Vorbericht trug die ON nicht unwesentlich zur Füllung der
Kirche bei. Also Ankündigung top. Unsere Vorstellung auch.
Sie löste die im Vorbericht geweckten Erwartungen voll ein,
übertraf sie stellenweise..
Von der Rezension über diese Premiere, gewissermaßen
unserem Heimspiel, erhofften wir die nötige Public Relation
für die weiteren Stationen unserer Tour durch ostfriesische
Kirchen zu bekommen. Auf diesen Big-Point uns´res
Choreslebens warten wir bis heut vergebens. Also kein
Rückenwind durch die "Heimspiel"-Presse. Das
hieß Ärmel hochkrempeln und zurück greifen auf die
altbewährte, nicht gerade ökonomische Methode der
Mund-zu-Mund-Info.
Was mag sich der zuständige ON-Redakteur bei dieser
Nullnummer gedacht haben. Ich kann keinen Grund finden, der
diese Nichttat rechtfertigen würde und empfinde dieses
Verhalten als ziemlichen Willkürakt. Eine lokale Zeitung
hat über lokale Events zu berichten. Warum ist diese
Veranstaltung nur für einen Vorbericht gut und provoziert
damit fragwürdige Assoziationen ( "Großer Vorbericht
- kein Nachbericht - war der Presse wohl peinlich, ihren
eigenen Vorbericht in Frage zu stellen.").
Inzwischen haben wir auch Auftritte in Emden und Norden
hinter uns, mit weniger Zuschauern, doch auch hier sprang
der Funke auf die Zuschauer über, Bewegende Abende und -
von der dortigen Presse wahrgenommen und angemessen
gewürdigt!! Das motiviert uns für unseren letzten Auftritt
vor den Sommerferien am 12. Mai in der Strackholter
Barbarakirche. Uns bleibt die Hoffnung....
Jobst Hesse , Groode Kamp 2 , 26605 Aurich, T.: 8635
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