Chor NEUE TÖNE Aurich

Tucholsky-Programm

Die Lieder und Texte
Kurt Tucholsky: Zeittafel
Rezitatorin: Eva Bakenhaus
Sängerinnen und Sänger
Presseartikel
George Grosz

 

Kurt Tucholsky: Zeittafel

 

1890 9. Januar: Kurt Tucholsky wird als Sohn großbürgerlich-jüdischer

Eltern in Berlin geboren.

1896 - 1899 Besuch der Grundschule in Stettin,

1899 - 1907 Besuch des Gymnasiums in Berlin, Unterricht im Klavier- und

Gitarrenspiel, erste Theaterbesuche

1907 - 1909 Abgang von der Schule u.a. wegen schlechter Leistungen im

deutschen Aufsatz, anschließend Privatunterricht, erste

Veröffentlichungen im "Ulk"

1909 - 1912 Reifeprüfung und juristisches Studium in Berlin und Genf

ab 1911 Veröffentlichungen im sozialdemokratischen "Vorwärts"

ab 1913 Mitarbeit an der Wochenschrift "Schaubühne" später ("Weltbühne")

1914 juristische Doktorprüfung

1915 - 1918 als Soldat u.a. in Rumänien und im Baltikum

1918 - 1920 Chefredakteur der liberalen Zeitschrift "Ulk"

1920 - 1922 Mitgliedschaft in der USPD bis zu ihrer Auflösung, Tätigkeit

als Publizist und öffentlicher Redner für die Partei

ab 1919 Arbeit als Chanson-Dichter für verschiedene Cabarets in Berlin

1920 Verurteilung zu einer Geldstrafe wegen Soldatenbeleidigung

(Anlaß: das Gedicht "Unser Militär")

1922 Anklage und Freispruch wegen des gleichen Straftatbestands

ab 1924 Korrespondent für die "Weltbühne" und die "Vossische Zeitung"

in Paris, nur noch besuchsweise in Deutschland

1926 vorübergehend Herausgeber der "Weltbühne"

1924 - 1927 Auftritt als Redner bei verschiedenen "Nie-wieder-Krieg"-

Kundgebungen in Paris und Berlin

1926 - 1933 Mitgliedschaften und Ämter in verschiedenen pazifistischen

und sozialistischen Vereinigungen: Vorstandsmitglied der "Deutschen

Liga für Menschenrechte", Gründungsmitglied der "Gruppe

revolutionärer Pazifisten", Vorstandsmitglied der "Roten Hilfe",

Mitglied der kritischen Autoren-Vereinigung "Gruppe 25" (u.a. mit

B. Brecht, A. Döblin, Joh. R. Becher, W. Mehring)

1928 - 1930 Mitarbeit in der "Arbeiter-Illustrierten-Zeitung" (AIZ)

1929 Übersiedlung nach Schweden

1932 1. Juli: Prozeß wegen der Tucholsky-Veröffentlichung "Der

bewachte Kriegsschauplatz" (Zitat: "Soldaten sind Mörder.")

Einstellung der publizistischen Tätigkeit Tucholskys.

1933 26. April: Tucholskys Name erscheint auf einer Liste mit Büchern,

die für die Verbrennung bestimmt sind.

23. August: Tucholsky wird ausgebürgert (zusammen mit Heinrich

Mann, Ernst Toller, Alfred Kerr, Wilhelm Pieck u.a.)

1935 30. November: Zweite Ablehnung eines Einbürgerungsgesuches für

Schweden

21. Dezember: Tucholsky wird vergiftet in seinem Haus in Hindas

aufgefunden. Es existiert kein Abschiedsbrief. Beisetzung auf

dem Friedhof bei Schloß "Gripsholm".

 

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