Tipps

Einführung in die WebQuest-Methode für Eilige (Sonja Gerber)

Materialsammlung
 (Sonja Gerber)


Hilfreiches Material für die LernerInnen

Lernertagebuch

 Gruppenarbeit

WebQuest: "Videoüberwachung" sowie "Europa wird eins" von der Bundeszentrale für polit. Bildung [bpb|

 

 

 

 

 

 

WebQuests im Unterricht Deutsch als Fremdsprache


Was sind eigentlich WebQuests?

Das didaktische Konzept von WebQuests

Mehr Informationen zu den WebQuests

Beispiele aus dem Deutsch als Fremdsprache Unterricht

Was sind eigentlich WebQuests?

Der englische Begriff „Quest“ steht für die ritterlichen Abenteuerfahrten, wie sie in der Literatur des Mittelalters beschrieben werden, bedeutet im Englischen von heute aber auch eine anspruchsvolle Suche oder Nachforschung. „WebQuest“ steht für die Lösung von Aufgaben mit Hilfe von Informationen aus dem Internet. Die „WebQuests" in ihrer allerorten intensiv praktizierten Form wurden an der Universität San Diego vor allem von Bernie Dodge seit 1995 entwickelt. Dort stehen natürlich auch alle Informationen, Beispiele und Muster zur Verfügung: The WebQuest Page (in englischer Sprache).

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Das didaktische Konzept von WebQuests

WebQuests ermöglichen durch ihr didaktisches Konzept

  • projektorientiertes Lernen mit Internet, Multimedia, aber auch traditionellen Medien
  • eigenständiges, selbst gesteuertes und kooperatives Lernen
  • Lernen z. B. in Partner- und Gruppenarbeit, Projektunterricht, Freiarbeit
  • Erarbeitung eines Unterrichtsthemas durch eine gezielte Recherche, die wenige Unterrichtsstunden, aber auch einige Wochen umfassen kann
  • Verwendung von vielen aktuellen und authentischen Informationen

Die folgende Zusammenfassung stammt vom Schweizer Pädagogen Heinz Moser, "Lernen mit WebQuests":

Bei diesem in den USA entwickelten didaktischen Konzept geht es um das aktive Erforschen von interessanten Fragestellungen, wobei die Arbeit in Gruppen erfolgt und auf authentischen Texten und Quellen beruht. Primär sind diese Quellen auf dem Internet zugänglich und werden dort abgerufen (allerdings kann man natürlich auch weiteres Material aus Büchern und Zeitschriften, eigene Fotos etc. benutzen).

WebQuests sind Lernarrangements für den Unterricht, die das selbständige und autonome Lernen fördern. Die Schüler und Schülerinnen sollen die Möglichkeit haben, sich mit einem Thema intensiv auseinanderzusetzen. Ziel soll es zudem sein, dass die Schüler und Schülerinnen die Ergebnisse ihrer Arbeit wieder auf dem Netz präsentieren, um andere zu informieren und diese zu eigenen ähnlichen Aktivitäten anregen. Die Nutzung des Web regt in diesem Sinne eine „Lernspirale“ an.

Die Überlegungen zur WebQuest-Methode sind durch die Konzepte des konstruktivistischen Lernens inspiriert worden. Danach ist beim Lehren nicht die Vermittlung bzw. Einführung eines vorgegebenen «objektiven» Zielzustandes das Wichtigste; vielmehr sollen die Schüler/innen angeregt werden, ihre Konstruktionen von Wirklichkeit zu hinterfragen, zu überprüfen, weiterzuentwickeln oder zu bestätigen.

Es geht also bei WebQuests weniger darum, ein objektives Bild der Wirklichkeit lexikonhaft abzubilden. Wichtiger ist es, die Auseinandersetzung mit dem Thema zu dokumentieren und in eigenständiger und persönlicher Weise darzustellen. Schüler und Schülerinnen sollen dadurch veranlasst werden, die Informationen, welche ihnen auf ihren Lernwegen begegnen, in etwas anderes zu verwandeln: in ein vernetztes Ganzes, welches die verschiedenen Aspekte aufeinander bezieht, in einen Vergleich, in eine These, in eine Wissensdatenbank etc.

Vorgehensweise

Aus diesem Grund werden für WebQuests (wie sie in der Grundform von Bernie Dodge von der San Diego Universität entwickelt wurden) folgende Schritte vorgeschlagen:

  1. Das Thema und sein Hintergrund sind auf anschauliche Weise einzuführen. Dies kann auch eine kleine Geschichte sein («Ihr seid mit der Zeitmaschine in die Zeit der Römer versetzt worden...»).
  2. Es ist eine darauf bezogene mach- und lösbare Aufgabenstellung zu formulieren, wobei nach unserer Meinung die Schüler und Schülerinnen in diesen Schritt möglichst einzubeziehen sind.
  3. Es ist eine Anzahl von Quellen anzugeben, welche helfen, die Aufgabe zu lösen. Dabei handelt es sich um Hinweise auf Web-Seiten oder weitere Datenquellen, die benutzt werden können.
  4. Die Lehrperson berät bei der Arbeit die Schüler und Schülerinnen und gibt Hinweise, wo diese nicht mehr weiter kommen.
  5. Die Resultate der Arbeit werden von den Schülerinnen und Schülern auf dem Internet publiziert.

Quelle: Heinz Moser, "Lernen mit WebQuests"

Zusammenfassend:

"Diese Form des Lernens mit neuen Medien führt im Idealfall dazu, dass Lernprozesse schülerzentriert ablaufen und Schüler selbstständiger lernen können. Mit den Worten von Nicola Döring wird so das traditionelle Lernparadigma der Stoffvermittlung abgelöst vom Problemlösungs-Paradigma, das nicht das Lehren, sondern das Lernen in den Mittelpunkt stellt und den Unterrichtsteilnehmern die Rolle von aktiv Handelnden zuweist, die sich durch das Bearbeiten und Besprechen von Fallbeispielen und Projektaufgaben Wissen selbst aneignen (vgl. Nicola Döring:. "Das WWW im Unterricht. Organisatorischer Rahmen, didaktische Grundlagen und praktische Beispiele" |mehr |)." Klaus Fieberg: Das WebQuest Verfahren (nicht mehr online)

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Mehr Informationen zu den WebQuests:

Wolf-Rüdiger Wagner "WebQuest-ein didaktisches Modell zur Veränderung der Lernkultur" (12 Seiten pdf)

WebQuest - Ein Konzept für einen sinnvollen Computer- und Interneteinsatz an Schulen (Sonja Gerber)

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