| |
- Projektbericht:

- WWW-Nutzung
im Englischunterricht
Projektidee
Rahmenbedingungen
Praxisprobleme
Die WWW-Projekte
Vorläufige Zusammenfassung

Projektidee
Das Gymnasium Ulricianum
verfügte zum Zeitpunkt der Antragstellung über
langjährige Erfahrungen im Einsatz der Neuen
Technologien im Englischunterricht, vor allem bei der
Realisierung von E-Mail-Projekten und bei der Erstellung einer
englischsprachigen Tageszeitung im Rahmen des International
Newspaper Day.
Ziel des Modellprojektes sollte
es sein, neben der Nutzung des WWW für den
Englischunterricht vor allem auch mit dem Einsatz von
CUSeeMe-Technologien eine Erweiterung der
traditionellen E-Mail-Projekte zu erproben: Neben der
ergänzenden WWW-Recherche sollten auch mündliche
Kommunikationsanlässe online in der Fremdsprache in
diese Projekte einfließen.
Der Projektantrag wurde von mir
gestellt, aber von engagierten Englischkollegen und
der Schulleitung vorbehaltlos unterstützt.

Rahmenbedingungen
Im Zusammenhang mit der
Förderung als Modellschule ergab sich die
Notwendigkeit einer Neuausstattung mit zeitgemäßer
Hardware. Diese wurde finanziert durch das Europahaus
Aurich, einem lokalen Bildungsträger vor allem in
der Erwachsenenarbeit. Gegen entsprechende
Nutzungsrechte wurde das ehemalige Regionale
Computerzentrum Aurich neu ausgestattet und wird nun
sowohl vom Europahaus, dem Regionalen Pädagogischen
Zentrum und dem Gymnasium Ulricianum genutzt. Dadurch
steht uns ein multimediafähiger Computerraum zwar
nicht permanent zur Verfügung, aber dennoch häufig
genug.
Zwei weitere Computerräume
sind in der Schule vorhanden, allerdings ohne
Internetzugang und mit 386ern und 486ern
ausgestattet. In Vorbereitung ist ein Fachraum
"Fremdsprachen", ausgestattet mit fünf
Multimedia-Pentiumrechnern und Internetzugang,
finanziert durch Sondermittel aus dem Nieders.
Kultusministerium. Dadurch entsteht eine
Möglichkeit der Internetnutzung im
Fachunterricht (Lernort
Internet), die ich
schon fast für ideal halte: Eine vernetzte
Lernwerkstatt, in der das Internet im Rahmen
eines handlungs- und projektorientierten
Unterrichtes als eines von vielen Medien neben
Büchern, Videos etc. genutzt werden kann.
Unser Multimediaraum verfügt
über 11 Pentiumrechner, die unter Novell vernetzt
sind. Der Zugang zum Internet erfolgt von allen
Rechnern über einen von san gesponserten
Kommunikationsserver auf Linux-Basis.
Prinzipiell ist damit eine gute
Arbeitsgrundlage gegeben, in der Praxis zeigen sich
aber bis heute ungelöste Probleme:
- der Providerzugang sollte
anfangs über T-Online laufen, war aber
technisch nicht realisierbar, weil sich
irgendwelche Konfigurationen gegenseitig
ausschlossen
- zur Zeit noch Zugang über
Emsnet: seit fünf Monaten haben wir
die Möglichkeit, kostenlos (bis auf die
Telefonkosten) über das EWE-Netz (EWE-TEL) und eine 10MB-Leitung
im Internet zu arbeiten, allerdings ist an
der Schule bislang keiner in der Lage, die
entsprechende Konfiguration einzurichten
- daher ist zum Beispiel
unsere Homepage noch nicht im Netz, weil
immer darauf gewartet wird, daß wir endlich
den seit Monaten angestrebten dauerhaften
Providerzustand realisieren können
aktualisiert: Das ist
seit Juni 1998 endlich anders, wir haben eine
Homepage des Ulricianums im Netz.
- individuelle
E-Mail-Adressen konnten an Schüler bislang
ebenfalls noch nicht vergeben werden: Dies
soll mit dem endgültigen Providerzugang
schnellstmöglich realisiert werden.
-
Praxisprobleme
Ich erlebe in
der Praxis ein zentrales Problem (und
das nicht nur an meiner Schule): Je
zeitgemäßer die schulischen
Computerräume ausgestattet sind,
desto "pflegeintensiver"
sind sie auch: Netzwerke brechen
relativ häufig zusammen, Server
wollen "gepflegt" werden,
Konfigurationen wie z. B. Mail- und
Newszugang müssen verändert werden
etc. Was selbst in kleinen Betrieben
an Servicefirmen ausgelagert wird,
soll in Schulen von Informatikern
oder Technikern nebenbei mit erledigt
werden, natürlich ohne
Entlastungsstunden. Das ist meines
Erachtens nach eine absolut mangelnde
Professionalität, die nur durch
entsprechende manpower-oder outsourcing-Lösungen
verändert werden kann. Hier
allerdings schlägt die Bildungsarmut
des vermeintlichen
Hochtechnologiestandortes Deutschland
zu.
Für meine
Internet-Unterrichtspraxis und die
meiner Kolleginnen und Kollegen
bedeutet dies eine ständige
Unsicherheit, ob der Computerraum
nutzbar ist oder nicht. Meist ist die
technische Zuverlässigkeit nur
gegeben, weil sich ein Schüler des
12. Jahrgangs immer wieder extrem
hilfreich betätigt, was hart am
Rande der Ausnutzung stattfindet!
|
-

Die WWW-Projekte: Unterricht und
AG
Im Rahmen der Förderung als
Modellschule sind vor allem zwei WWW-Projekte im
Englischunterricht von mir realisiert worden.
Grundlegendes Prinzip war es, diese Projekte in den
normalen Unterricht einzubetten und zu zeigen, daß
das WWW ein sehr sinnvolles additives Medium zu den
bisher genutzten sein kann. Ausgehend vom Lehrbuch
wurden Themen durch WWW-Arbeit ergänzt, wobei die
Englischstunden genutzt wurden, zum Teil aber auch
Doppelstunden (auf Tauschbasis) geschaffen wurden, um
mehr Zeit zum Arbeiten im Netz zu haben.
WWW-Unit
1: Music-groups on the Web
Diese WWW-Einheit sollte an die
Individualinteressen der Neuntklässler anknüpfen
und den multimedial aufbereiteten Fundus an aktuellen
und authentischen Informationen über
englischsprachige Musikgruppen im WWW nutzen. Nach
entsprechenden Recherchen wurden die Ergebnisse per
Textverarbeitung aufgearbeitet und in group-files
zusammengefaßt. Von den Schülerinnen und
Schülern geschriebene eigene Songtexte |