In unserem Land gibt es verschiedene  Bräuche und Sitten.  Die Menschen in unserem Land lieben Feste sehr. Die Feiertage sind arbeitsfrei, dann arbeiten die Menschen nicht und die Schüler  gehen nicht in die Schule.

Wir haben noch nicht erwähnt, dass wir  Ungaren sind und besuchen auch eine ungarische Klasse. Deswegen werden wir zuerst über ungarische Familienfeiern und  -feste schreiben. Die wichtigsten Familienfeiern bei uns sind Verlobung, Hochzeit, Geburtstag, Taufe, Namenstag und  Abschiedsabend.

 

VERLOBUNG:

 

 

 

 

 

Wird entweder nur im engsten Verwandtenkreis oder auch in größeren Kreisen gefeiert. Das junge Paar bekommt Geschenke, aber die Verlobte geben auch spezielle Geschenke zueinander.

 

HOCHZEIT

Es gibt verschiedene „ländliche“ Hochzeitsbräuche bei uns...

HOCHZEIT & EINLADUNG

LADER - HOCHZEITSBITTER

Wenn ein Hochzeitsbitter kommt, weiß man, dass es bald eine Hochzeit geben wird.  Es gehört zu den Bräuchen, die heute bei uns noch lebendig sind. Der Hochzeitsbitter  sorgt  für die Einladung der Gäste und überbringt die Einladung mündlich.
Er hat einen Stock, der mit bunten Bändern geschmückt ist. An der Seite hing die (Wein-) Flasche, die ihm immer wieder zu füllen ist. 
Er lädt die Gäste mit einem "Hochzeitsbitter-Spruch" ( in Gedichtform) ein. Dabei zählt er auch die Speisefolge auf und ermahnte, Messer und Gabel mitzubringen.
Zusammen mit ihm besucht auch das Brautpaar selbst die Gäste und lädt persönlich ein.  
Bei der Feier hat der Hochzeitsbitter die Gäste zu unterhalten und Stimmung zu machen , er bittet Gäste zu Feier und Tisch. Seine Aufgabe ist  auch Trinksprüche und „Mahlzeitssprüche“ auszubringen.

In der Hochzeitsfeier spielen auch die Brautjungfer und die Trauzeugen  eine große Rolle.

 

- Nach alter Tradition bringt es Unglück, wenn sich Braut und Bräutigam am Morgen vor der Hochzeit sehen.

- Die Braut soll das Brautkleid nicht vor der Hochzeit anziehen, sonst löst der Bräutigam die Verlobung.

- 4 DINGE BENÖTIGT DIE BRAUT BEI HOCHZEIT:
 - um in der Ehe glücklich zu werden:
1.)  etwas Altes zu tragen , um die Familientradition weiterzuführen.
2.)  etwas Neues zu tragen,  als Zeichen für Optimismus.

3.)  etwas Geliehenes zu tragen,  als Zeichen für Glück und gute Bekannte.
4.)  etwas Blaues zu tragen, ein blaues Band, um später einen Sohn zu gebären, oder etwas Rosafarbiges, ein rosas Band, um später eine Tochter zu gebären.

HOCHZEITSFEIER

Es wird groß gefeiert. Es wird viel gegessen und getrunken ,gesungen und getanzt. Die Hochzeit wird getrennt gefeiert – es gibt Hochzeitsfeier der Braut (die Gäste lädt die Braut ein) und Hochzeitsfeier des Bräutigams (die Gäste lädt der Bräutigam ein). Jeder Gast wird von dem Hochzeitsbitter feierlich hineingeleitet und an den Gästen wird Rosmarin gestechen.

Der Bräutigam kommt mit seinem Hochzeitsbitter um die zukünftige Braut zu werben. Der Hochzeitsbitter der Braut stellt Fragen an den Hochzeitsbitter des Bräutigams. Wenn er diese Fragen beantworten kann, darf er die Braut mitnehmen.

 

TRAUUNG:

Bei uns gibt es zuerst standesamtliche und dann kirchliche Trauung.

BRAUTSTRAUSS WERFEN:
Nach der Trauung - in der Regel vor dem Kirchenportal  wirft die Braut den Brautstrauß in die Menge der versammelten Gäste. Wer ihn fängt, so die Bedeutung, könnte als nächste heiraten.

Will eine Frau die Oberherrschaft in der Ehe, so sorge sie dafür, dass sie ihren Fuß zuerst über die Schwelle setzt. Aber sie soll auch nicht zu weit vorlaufen, sonst muss sie später im Hause alles alleine machen.

Nach dem Eheschließung müssen die Hochzeitsleute auf einem anderen Weg auf die Hochzeitsfeier gehen.
 

Nach der Trauung, vor Eintritt ins Haus , Lokal oder Hochzeitszelt (wo die Hochzeitsfeier der Braut gehalten wird) wird dem Brautpaar durch eine Person (Gastwirt, Kellner, Verwandte oder andere) einen Striezel(Hefegebäck in Zopfform) gereicht. Wer den größeren Stück bricht,bekommt Oberherrschaft in der Ehe.

 

Danach gibt es Brauttanz, jeder Gast soll mit der Braut tanzen, dafür bekommt das Ehepaar Geld – die Trauzeugen sammeln das Geld in einen Teller.

Dann geht das junge Paar auf die Hochzeitsfeier des Bräutigams. Dort gibt es auch Brauttanz.

HOCHZEITSTORTE:
Wird vom Brautpaar gemeinsam angeschnitten.

Nach Mitternacht kleidet sich das junge Paar um – die Braut trägt dann ein rotes Kleid. Sie  muss dann einen leeren Teller  zerbrechen. (Glück!)

Die Brautgäste besuchen am nächsten Morgen das junge Paar und die Bräutigamgäste.

Es gibt noch viele  Bräuche:

ZB. In einigen Dörfern gibt es statt Brauttanz – Junge  Frauen – Tanz.

Die Menschen fegen den Weg vor dem jungen Paar

Man klaut den Schuh der Braut

Die Brautmutter und Bräutigammutter tauschen Torten

Junge Leute verkleiden sich nach Mitternacht als Braut und Bräutigam, tanzen und haben Spaß

Usw......

 

TAUFE:

Das Junge Paar  wählt  die Taufzeugen .  Sie taufen das Kind in der Kirche. Danach kommt die Feier , Freunde und Verwandten werden eingeladen.