Reinhard Donath: Englischunterricht in der Informationsgesellschaft
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Aktuelle Situation 1999

DIE ZEIT: Gebt der Schule eine Chance
Bildungsministerin: didacta 1. 3.
Kultusministerin Ba-Wü 1. 3.
Bildungsministerin: Bildungskongreß 13. 4.
Bundespräsident: Bildungskongreß 13. 4.
Memorandum "Zukunft gewinnen-Bildung erneuern"
Wo läuft gerade etwas Interessantes ab?
 

 

Frühjahr 1999: Nicht nur Zeit für die ZEIT

Und siehe, sie bewegt sich doch, die Schule in der Informationsgesellschaft, wenn auch mit entsprechendem Beharrungsvermögen. Didaktische (Fach-) Zeitschriften quer durch die Fächer weisen in ihren Internet-Beispielen zunehmend mehr darauf hin, nun merken es auch die Medien: Lehrer lernen lehren heißt der Artikel in der ZEIT 13/1999, der auf die überzeugenden methodischen Konzepte von Heinz Klippert hinweist und auf einen beachtenswerten Versuch rund um Herford, bei dem es um vielfältige Veränderungen geht. Ohne diese Veränderungen von lehren & lernen macht auch der Internet-Einsatz im Englischunterricht wenig Sinn, aber dazu findet sich mehr unter Veränderung des Englischunterrichts sowie auf meinen Seiten zu den didaktischen Positionen, z. B. bei den Lerntechniken.

By the way: Schöne Serie, die die ZEIT uns präsentiert:

ZEIT Nr. 12/1999: Zeugnis für die Schule und Gebt der Schule eine Chance

ZEIT Nr. 13/1999: Lehrer lernen lehren

ZEIT Nr. 14/1999: Die Agenten des Wandels (Kanada)

ZEIT Nr. 15/1999: Wenn der Inspektor kommt (Schottland)

ZEIT Nr. 16/1999: Die Schule als Nabel der Stadt (Niederlande)

ZEIT Nr. 19/1999: Laptop zum Spicken: Erstmals durften Schüler beim Abitur Computer benutzen

 

Interesse an meinem Kurzvortrag zum Thema Lehren und lernen in der Informationsgesellschaft?

© Heide Völckner
Er wußte selbst nicht, was ihn bereits seit Wochen daran hinderte, seinen neuen Computer auszupacken...

Didacta/Interschul: Stuttgart - 1. März 1999

Und auch das Wissenschaftsministerium rührt sich: Die neue Wissenschaftsministerin Edelgard Bulmahn formuliert markig bei der Eröffnung der didacta/Interschul am 1. 3. 1999 in Stuttgart:

"Unsere Jugendlichen wachsen in eine neue Welt hinein, die durch eine Fülle von Informationen und neue Kommunikationstechniken geprägt ist. Es ist unsere Aufgabe, alles dafür zu tun, hier Freiräume zu schaffen und ihre Kreativität und Eigenverantwortung zu fördern."

"Mein Ziel ist es, einen Beitrag dazu zu leisten, daß Deutschland im Bereich des computergestützten Lernens und Lehrens weltweit in eine Spitzenposition hineinwächst. Dabei müssen die neuen Möglichkeiten des Internet voll ausgeschöpft werden."

Edelgard Bulmahn,
Stuttgart (didacta) 1. März 1999

Assistierend fordert bei der gleichen Veranstaltung die baden-württembergische Kultusministerin Annette Schavan gleich ein Notebook für jeden Schüler (lt. Badischer Zeitung am 2. 3. 1999): Auszug aus der Rede:

"Ich sage hier aber auch: Die Medienoffensiven der Länder werden einer Sackgasse enden, wenn es uns nicht gelingt, schultaugliche Notebooks einzuführen. Ansonsten scheitert die Medienoffensive mittelfristig an den finanziellen Möglichkeiten der öffentlichen Hand. Ich werde deshalb in nächster Zeit mit den Vertretern der Branche Gespräche aufnehmen, um Wege zu einer technischen Ausstattung zu erreichen, die verhindern, dass eine wirkliche Integration der Kommunikationstechnologie in den Unterricht ausbleibt. Wir brauchen das Notebook für jeden Schüler und jede Schülerin mit den Funktionen, die für schulisches Lernen, im Blick auf entsprechende Grundlagen, notwendig sind. "

Das hat ein Jahr vorher die Bremer Bildungssenatorin Bringfriede Kahrs allerdings auch schon gefordert (lt. Weser-Kurier vom 30. 1. 98). Passiert ist seitdem allerdings meines Wissens nach in Bremen nichts - und ob's denn in Baden-Württemberg so anders sein wird? Fordern kann man ja mal, wenn man nicht dafür bezahlen muß!

P. S.: Die Rede der Wissenschaftsministerin war auf dem Server ihres Ministeriums leider nicht zu finden - aber per E-Mail und als attachment kam sie einen Tag nach freundlicher E-Mail-Anfrage bei mir an, Danke!

 

Bildungskongreß Bonn: 13. April 1999

Das Frühjahr 1999 wird immer schöner (das Wetter draußen auch!): Auf dem Bildungskongreß der Bertelsmann Stiftung am 13. 4. 99 in Bonn fordert die Bildungsministerin Bulmahn u. a. :

"Die neuen Medien werden in allen Formen und auf allen Stufen unseres Bildungswesens Inhalte und Abläufe wesentlich verändern. Lernen mit Computern im Unterricht, aber auch neue Formen